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Palliativmedizin

Dem Leben mehr gute Tage geben
Sei es den letzten Wunsch zu erfüllen, noch offene Themen zu regeln oder mit Ängsten umzugehen: im Falle einer unheilbaren Erkrankung sind wir liebevoll und einfühlsam an Ihrer Seite.

Auf körperlicher Ebene mit einer Optimierung der Symptomkontrolle und somit Minderung der körperlichen Beschwerdelast.

Auf psychischer Ebene mit der Förderung von Krankheitsakzeptanz  und -verarbeitung und dem Umgang vom Verlust der Autonomie.

Auf sozialer Ebene durch Klärung familiärer und beruflicher Themen, die Unterstützung bei der Erstellung einer Vorsorgeplanung und durch die Organisation einer ambulanten palliativmedizinischen Weiterbehandlung.

Auf spiritueller Ebene mit Beistand zum Seelenfrieden.

Kontakt

Täglich zwischen 08.00 und 16.30 Uhr

Feste Termine vergeben wir auch nach Vereinbarung. Rufen Sie uns gerne an.

Station H 2/Palliativmedizin

Kliniken Maria Hilf GmbH
Viersener Straße 450
41063 Mönchengladbach

Christiane Munsch

Sie treffen hier auf einen sehr lebensbejahenden Geist: den Menschen trotz schwerer Krankheit Lebensqualität bis zum Schluss zu ermöglichen.

Christiane Munsch Sektionsleitung, Palliativmedizin

Drei Fragen an die ärztliche Leiterin

Wir begleiten hier Menschen mit unheilbaren Erkrankungen, unterschiedlichsten Alters, unterschiedlicher Herkunft und Religion, egal in welcher Phase ihrer Erkrankung.

Das bedeutet, auch wenn eine Erkrankung unheilbar ist, muss sie nicht direkt zum Tod führen, kann dem Patienten aber eine hohe und in seinem Alltag äußerst einschränkende Symptomlast bereiten.

Hier gilt es während eines stationären Aufenthaltes bei uns die individuellen Beschwerden so zu minimieren, dass eine Entlassung mit Anbindung an eine ambulante palliativmedizinische Weiterversorgung ermöglicht werden kann.

Das tun wir sehr lebensbejahend, liebevoll und mit hohem Engagement. Es geht darum die körperlichen, psychischen, sozialen und spirituellen Themen und Bedürfnisse gleichermaßen zu berücksichtigten. Immer mit dem Blick darauf die Lebensqualität der Patienten so lange wie möglich zu erhalten und ihre individuellen Wünsche und Bedürfnisse in den Mittelpunkt zu stellen.

Mit lebensbejahend meine ich: Sorgen und Ängste positiv umzuwandeln, Unerledigtes zu regeln und den Fokus darauf zu lenken – was Ihnen in der Zeit, die Sie haben, wertvoll und wichtig ist. Dieser Zeit eine Qualität zu geben, die Ihnen Leichtigkeit beschert, Freude bereitet und die auch das engste Umfeld natürlich passend mit einbezieht. So verstehen wir hier unseren Beitrag.

Geht eine Erkrankung dann in die Terminalphase, also die eigentliche Sterbephase über, steht auch hier die Linderung der Beschwerdelast auf allen Ebenen im Fokus um ein würdevolles Sterben ermöglichen zu können.

Gleichzeitig ist es wichtig, die Angehörigen in dieser schweren Zeit abzuholen und zu begleiten. Unser Ziel ist es, dass Sterben auf unserer Station nicht zu tabuisieren und die Erinnerungen an den Verlust eines geliebten Menschen, so schwer er auch ist, mit positiven Gefühlen und dem Wissen, dass dieser Mensch friedlich und ohne Leid verstorben ist, zu füllen.

Wenn Angehörige Tage, Wochen, Monate oder sogar Jahre nach dem Verlust eines geliebten Menschen immer wieder zu Besuch zurück auf unsere Station kommen, weil sie eben diese positiven Erinnerungen haben, ist das die Motivation für unsere tägliche Arbeit.

Wir kümmern uns mit einem multiprofessionellen Team, das Hand in Hand agiert, um die Menschen bei uns. Unser Team besteht aus Ärzten, Pflegekräften, Psychologen, Sozialarbeitern, Seelsorgern und Kollegen aus den Bereichen der Physio-, Kunst- und Musiktherapie wie auch der tiergestützten Therapie sowie ehrenamtlichen Mitarbeitern.

Menschen, die bei uns sind, reagieren sehr unterschiedlich auf die Lebenssituation, in der sie sich befinden. Die Themen, die dann wichtig werden, sind sehr unterschiedlich. Das hängt u. a. auch mit dem Alter der Patienten zusammen. Menschen fragen sich: „Warum gerade ich?“ oder „Ich habe immer gesund gelebt.“ Hier geht es dann um das große Thema der Krankheitsakzeptanz.

Für andere gibt es Themen wie: „Wie kommt meine Familie ohne mich klar?“ und „Das Haus ist nicht abbezahlt, es gibt Schulden.“

Andere Menschen möchten Themen und Vorkommnisse aus der Vergangenheit auflösen: unausgesprochene oder ungeregelte Dinge, Konflikte beseitigen. Ich erinnere mich an einen Patienten der 30 Jahre lang seinen Sohn nicht mehr gesehen hat, weil man sich zerstritten hat und für den es ein großes Bedürfnis war, seinen Sohn am Sterbebett um Verzeihung zu bitten. Andere Menschen beschäftigen sich mit ihrem Glauben und ihrem Verhältnis zu Gott.

Um diese gesamte Bandbreite kümmern wir uns und begleiten unsere Patienten auf ihrem Weg. Selbstverständlich können wir nicht immer alle Dinge lösen. Wichtig ist hierbei aber, das individuelle Bedürfnis zu erkennen und ernst zu nehmen.

Wir möchten den Menschen besondere Momente schenken. Dazu gehören die unterschiedlichsten Dinge: sei es noch einmal ein Brötchen mit der Lieblingsleberwurst zu essen, seiner großen Liebe das Ja-Wort zu geben, trotz Krankenhausaufenthalt dem 80. Geburtstag der Schwester beiwohnen zu können, laut sein Lieblingslied zu hören und dazu ausgelassen im Zimmer gemeinsam tanzen zu können oder einfach noch einmal den Himmel sehen zu können, den Wind auf der Nase zu spüren und von Sonnenstrahlen gekitzelt zu werden.

Da genau dies der Wunsch eines im Januar 2024 auf unserer Station verstorbenen Patienten war, hat er sich nur wenige Tage vor seinem Tod zusammen mit seiner Frau dazu entschlossen, uns den Bau einer knapp 100 qm großen Dachterrasse mit direktem und exklusiven Zugang von unserer Station aus zu finanzieren. Hierfür sind wir unfassbar dankbar und können es kaum erwarten all unseren Patienten und ihren Angehörigen ab dem Spätsommer 2025 dies anbieten zu können.

Auch ein Sterben unter freiem Himmel kann so ermöglicht werden. Sie sehen, die Themen sind so bunt, wie das Leben und völlig individuell. Bei allem was wir tun gilt immer eins, der Patient steht im Mittelpunkt.

Impressionen von der Palliativstation

Im Team achtsam und von Herzen für Sie da sein.

Das Team auf unserer Palliativstation ist multiprofessionell aufgestellt.

Es setzt sich aus Palliativfachpflegekräften und Palliativmedizinern zusammen, die durch Spezialisten aus verschiedenen Bereichen ergänzt werden. Hierzu gehören Physio- und Ergotherapie, Musiktherapie, Kunsttherapie, tiergestützte Therapie, Psychoonkologie, der Sozialdienst sowie die Seelsorge und ehrenamtliche Helfer.

Zum Team

Geprüfte Qualität in der Palliativmedizin – für Ihre bestmögliche Versorgung

Unsere Palliativstation ist als Teil des Onkologischen Zentrums der DKG zertifiziert und ist über die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin als „Anerkannte Palliativstation“ ausgezeichnet.

Als Mitglied im Aktionsbündnis Patientensicherheit engagieren wir uns für höchste Versorgungsstandards und unterstützen die Charta zur Betreuung Sterbender.

Das finden Sie auf unserer Palliativstation

12 Einzelzimmer mit jeweils eigenem Bad

Die Möglichkeit zur Unterbringung von Angehörigen

Ein großes Wohnzimmer mit Küche

Ein Entspannungsraum mit Therapiebadewanne und Lichttherapie

Ein großer Verabschiedungsraum mit der Möglichkeit zur Durchführung religiöser Rituale

Fürsorglich den Abschied aus dem Leben begleiten

Dem Himmel so nah

Herr L. wurde am 3. Januar 2024 auf unsere Palliativstation aufgenommen. Er litt an einem weit fortgeschrittenen Pankreaskarzinom mit hoher Symptomlast. Trotz seiner schweren Erkrankung strahlte er eine bewundernswerte Kraft aus.

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Ein letzter Wunsch voller Liebe

Manchmal ist das Leben voller unerwarteter Wendungen, und manchmal bleibt für das Wichtigste einfach nie genug Zeit.

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Die Zeit hat für die Menschen auf der Palliativstation eine eigene Kostbarkeit. Dazu möchte ich gerne beitragen.

Aktuelle Stellen­angebote

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Häufige Fragen : Wir haben Antworten

In der palliativmedizinischer Versorgung stellen wir die Probleme des Patienten sowie seine damit verbundenen Bedürfnisse in den Mittelpunkt, nicht seine Erkrankung. Ziel ist die Linderung von belastenden Symptomen und somit eine Verbesserung oder Erhaltung der Lebensqualität, nicht eine Lebensverlängerung um jeden Preis.

Mit dem Begriff „palliativ“ verbinden die meisten Menschen vor allem das Lebensende. Doch eine palliative Therapie ist weit mehr als Sterbende zu begleiten. Und nicht jeder Palliativpatient hat nur noch ein paar Tage zu leben.

Sichere Todeszeichen sind Leichenflecke (Beginn ca. 30 min nach Herz-Kreislauf-Stillstand), Leichenstarre (Eintritt ca. 2 bis 8 h nach Herz-Kreislauf-Stillstand), späte Leichenveränderungen wie Fäulnis (frühestes Fäulniszeichen meist Grünverfärbung am rechten Unterbauch) und nicht mit dem Leben vereinbare Verletzungen.

Es gibt unterschiedliche Wege, die zu einer Aufnahme auf unsere Palliativstation führen. Als Grundvoraussetzung muss eine unheilbare Erkrankung vorliegen, die mit einer nicht oder nur schwer zu beherrschenden Symptomlast einhergeht. Eine Übernahme kann von anderen Stationen unseres Krankenhauses oder auch durch Verlegungen aus anderen Krankenhäusern erfolgen. Zudem ist auch eine Direktverlegung aus der zentralen Notaufnahme möglich. Als weitere Option steht noch die stationäre Einweisung durch entweder den behandelnden Hausarzt oder anderen niedergelassenen Kollegen zur Verfügung. Hier planen wir gemeinsam eine direkte Aufnahme auf unsere Station.

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