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Dem Himmel so nah

Herr L. wurde am 3. Januar 2024 auf unsere Palliativstation aufgenommen. Er litt an einem weit fortgeschrittenen Pankreaskarzinom mit hoher Symptomlast. Trotz seiner schweren Erkrankung strahlte er eine bewundernswerte Kraft aus.

Sein Leben war geprägt von Selbstbestimmung, Engagement für andere und einer tiefen Liebe zur Natur. „Ich brauche den Himmel über mir“, sagte er einmal – doch auf unserer Station konnte er ihn nur durch das Fenster sehen.

Ein Wunsch für die Zukunft

Während einer Visite erkundigten sich Herr L. und seine Ehefrau, wie sie sich für die Arbeit des Teams bedanken könnten. Was wäre unser größter Wunsch? Unsere ärztliche Kollegin berichtete von einem lang gehegten Traum: eine Dachterrasse für unsere Patienten und ihre Angehörigen, ein Ort unter freiem Himmel, der Raum für letzte Gespräche und stille Momente schenken würde. Doch bislang fehlten die finanziellen Mittel.

Ein Vermächtnis der Liebe

Zwei Tage vor seinem Versterben teilte uns seine Ehefrau mit, dass es nun der Wunsch ihres Mannes sei, dieses Herzensprojekt zu ermöglichen.

Es ist unser Geschenk an all die Menschen, die hier ihre letzten Tage verbringen

Am Abend des 26. Januar 2024 verstarb Herr L. friedlich im Beisein seiner Frau – mit der Gewissheit, etwas Bleibendes hinterlassen zu haben.

Ein Traum wird Wirklichkeit

Wenige Wochen später besuchte uns die Witwe erneut. Sie wollte das Projekt in Angriff nehmen, ganz so, wie ihr Mann es sich gewünscht hatte. Seither arbeiten wir gemeinsam mit ihrer tatkräftigen Unterstützung an der Umsetzung. Der Bau beginnt im März 2025, und die offizielle Eröffnung der Dachterrasse ist für den 13. September 2025 geplant.

Ein Ort des Trostes und der Freiheit

Diese Terrasse wird mehr als nur ein Bauprojekt sein. Sie wird ein Ort der Begegnung, der Wärme und der würdevollen Abschiede. Für Menschen wie Herrn L., die den Himmel noch einmal sehen wollen. Für Familien, die einen Moment der Ruhe brauchen. Für alle, die den Wert eines offenen Himmels zu schätzen wissen. „Manchmal ist es nicht die Zeit, die zählt, sondern das, was wir in ihr bewirken“, sagt Christiane Munsch, Sektionsleitung der Palliativmedizin. Wir sind dankbar, dass Herr L. unser Leben berührt hat – und dass sein Wunsch Wirklichkeit wird.

Ein Blick in die Zukunft

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