
Gesamtkümmern: Das ist unser Anspruch und das setzen wir um. Für die Menschen, die sich uns anvertrauen.
Drei Fragen an : Prof. Dr. med. Herbert Sperling
Wir kümmern uns mit Herz und Sachverstand um Männer, Frauen und Kinder mit Erkrankungen der Harnwege, von Nieren- und Blasenproblemen über Steine und Entzündungen bis hin zu Beschwerden der männlichen Geschlechtsorgane. Je nach Bedarf behandeln wir ambulant oder stationär.
Ein großer Schwerpunkt liegt auf der Behandlung von bösartigen Tumoren in der Urologie. Hier gibt es verschiedene Therapieansätze – von operativen Eingriffen über Chemotherapien bis hin zu Immun- und Hormontherapien.
Wir beobachten schon länger, dass die medikamentöse Therapie sich immer mehr zu einer individualisierten Therapie entwickelt. Es gibt Patientengruppen, die auf Medikamente mit bestimmten Markern ausgesprochen gut reagieren.
Betrachtet man die Häufigkeiten bei der Tumortherapie, so fallen die meisten Behandlungen auf die Prostata, gefolgt von Blase und Nieren, Hoden und Penis.
Prinzipiell bieten wir alle operativen Verfahren an, also sowohl offene als auch minimal-invasive, roboter-assistierte Operationen. Die Eingriffe an der Prostata und den Nieren werden in der Regel roboter-assistiert, minimalinvasiv durchgeführt („Schlüssellochtechnik“, DaVinci®-Robotersystem). Die Patienten werden dadurch schnell wieder mobil und haben einen kürzeren Krankenhausaufenthalt.
Bei Prostataeingriffen achten wir extrem darauf, diese nerven- und potenzschonend durchzuführen.
Was heißt nervenschonend? So direkt wie möglich am Organ bleiben und nicht weiter in die Peripherie gehen.
Die onkologische Urologie der Kliniken Maria Hilf ist das einzige nicht-universitäre Zentrum in NRW, das von der deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert ist für die Prostata, die Niere und die Blase.
Ein Spezialgebiet, in dem wir anerkannt führend sind, ist die Männergesundheit – die sogenannte Andrologie – die sich zum Beispiel mit Hormonstörungen, Erektionsstörungen oder Fruchtbarkeitsproblemen befasst.
Bei aller Technik und Expertise: unser Ziel ist das „Gesamtkümmern“. Denn es geht immer um den einzelnen Menschen.
Viele Patienten kommen mit Unsicherheiten und Ängsten.
Eine Reihe von Themen berühren natürlich auch das Schamgefühl. Darauf sind wir sehr gut eingestellt und haben viel Erfahrung mit diesen Situationen individuell, respektvoll und mit Feingefühl umzugehen. Oftmals sind es auch alleine schon klare und ehrliche Antworten, die den Patienten helfen, ihre Situation besser und realistischer einzuschätzen.
Im Dienst für die Patienten ist es unser Anspruch uns auf höchstem Niveau in der Urologie zu bewegen –weit vorne zu sein und weit vorne zu bleiben. Regelmäßig ist unser Team deshalb auf führenden nationalen und internationalen Kongressen. Wir befassen uns mit den neuesten urologischen Studien und setzen deren Erkenntnisse in unserer täglichen Arbeit um: Zudem beteiligen wir uns an urologischen Studien, um hier beizutragen zur medizinischen Entwicklung.
Was neue Behandlungsmethoden betrifft, folgen wir der Prämisse: alle Möglichkeiten kennen, nicht automatisch auf die erste Welle springen, sondern überlegt abwägen, ob die neuen Möglichkeiten eine Verbesserung der Behandlungen für die Patienten darstellen.
Kontinenz – das Vermögen den Urin und Stuhl zu halten und kontrolliert die Blase und den Darm zu entleeren – ist ein großes Thema, welches alleine schon durch die demografische Entwicklung der Patienten weiter wächst. Der Anteil an Älteren nimmt stetig zu, inklusive der damit einhergehenden Thematik der Kontinenz.
Deshalb haben wir uns entschlossen hier ein ganz spezifisches Angebot zu machen für Menschen jeden Alters, die ungewollt Urin oder Stuhl verlieren.
Die Ursachen dafür sind oft komplex – bei Frauen können es Senkungen der Geschlechtsorgane oder eine Schwäche des Beckenbodens sein, bei Männern liegt es häufig an einer Prostataerkrankung. Aber auch Kinder sind betroffen, zum Beispiel durch Blasenfunktionsstörungen wie Bettnässen.
Das kann sowohl körperliche als auch seelische Gründe haben. Das Ziel des Zentrums ist es, den Patienten die bestmögliche Diagnose und Behandlung aus einer Hand zu bieten – ohne lange Wege oder unnötige Wartezeiten.
Vita
- Prof. Dr. med. Herbert Sperling
- Geboren 1964 in Bochum
- Studium in Bochum, Essen und Bern
- Abschluss im Jahr 1991
- seit 1.1.2019 Ärztlicher Direktor der Kliniken Maria Hilf GmbH
- Chefarzt der Klinik für Urologie, Maria Hilf Mönchengladbach
- 1996
- Facharzt: Ärztekammer Nordrhein, Düsseldorf
- 1992 – 1999
- Urologische Klinik Universitätsklinikum Essen
- 1991 – 1992
- Chirurgische Klinik der Ruhr-Universität Bochum
- seit 01.01.2019
- Ärztlicher Direktor der Kliniken Maria Hilf GmbH
- 2016
- "Genetische Beratung"
- 2008
- "Röntgendiagnostik Harntrakt" Ärztekammer Nordrhein
- 2007
- "medikamentöse Tumortherapie" Ärztekammer Nordrhein
- 2006
- "Laboruntersuchungen in der Urologie Teil 1 und 2" Ärztekammer Nordrhein
- 2005
- "Andrologie" Ärztekammer Nordrhein
- 2003
- "Spezielle Urologische Chirurgie" Ärztekammer Nordrhein
- 2000 – 2006
- Oberarzt Urologische Klinik Universitätsklinikum Essen
- 1999 – 2000
- Habilitationsstipendium der Reinhard-Nagel-Stiftung
- Urologie
- Andrologie
- medikamentöse Tumortherapie und Röntgendiagnostik Harntrakt zusammen mit den Oberärzten Dr. Hirschmann und Dr. Richter