
Andrologie – Männergesundheit im Fokus
Ein weiterer urologischer Behandlungsschwerpunkt der Klinik für Urologie ist die Männerheilkunde oder Andrologie.
Sie beschäftigt sich mit Hormon-, Fruchtbarkeits- und Erektionsstörungen und Störungen der Sexualität.
Erektionsstörungen, also die nicht ausreichende Penisversteifung, können viele Ursachen haben. Die Diagnostik und Therapie durch einen Spezialisten ist der erste Schritt zu mehr Lebensqualität.
Neben Erkrankungen der betroffenen Gefäße (Arterien und Venen), von Penis oder Hoden oder Veränderungen nach Operationen im Urogenitalbereich oder des Darms, können auch internistische Erkrankungen ursächlich sein. Hierzu gehören z. B. Diabetes (Blutzuckerkrankheit) oder Bluthochdruck. Auch psychische Ursachen (Stress, Belastung, etc.) können in Frage kommen.
In den meisten Fällen ist eine Erektionsstörung gut und effektiv behandelbar. Die behandelnden Mediziner entscheiden gemeinsam mit dem Betroffenen und dessen Partnerin und Partner, welche Therapie sinnvoll ist.
Neben der Behandlung mit Medikamenten oder Hormonen können Hilfsmittel eingesetzt werden. Auch operative Eingriffe sind eine mögliche Option. Bei psychischer Belastung ist eine psychologische Begleitung bzw. Therapie sinnvoll.
Die Untersuchung und Behandlung bei unerfülltem Kinderwunsch gehört zu den Aufgabengebieten der urologischen Andrologie.
Die Erörterung zu früheren oder bestehenden Erkrankungen, Operationen und der allgemeinen Lebensumstände sowie eine gründliche körperliche Untersuchung bilden die Grundlage einer individuellen Therapie. Die Untersuchung der Hoden, der Samenwege, der Samenflüssigkeit und der Hormonwerte im Blut geben weitere wichtige Anhaltspunkte bei der Diagnose und der Findung der besten Therapie.
Ein operativer Eingriff ist hierbei einer der letzten Schritte in einem großen Spektrum therapeutischer Möglichkeiten.
Eine Ursache für das Ausbleiben der erhofften Schwangerschaft können fehlende Samenzellen im Sperma des Mannes sein. Liegt dieser Befund vor, bestehen verschiedene Möglichkeiten, Spermien für eine anschließende Injektion in die Eizelle zu gewinnen.
Eine Methode ist die „mikrochirurgische epidymale Spermienaspiration“ (MESA), die Gewinnung von Samenzellen aus dem Nebenhoden.
Das zweite Verfahren ist die direkte Isolation aus den Hoden, die „testikuläre Spermienextraktion“ (TESE). Beide Verfahren erfordern eine enge Kooperation mit Reproduktionsmedizinern.
Auf den Gebieten des unerfüllten Kinderwunschs und der Reproduktionsmedizin arbeitet die Kliniken Maria Hilf GmbH eng mit dem Kinderwunschzentrum Mönchengladbach und dem Zentrum Novum in Essen zusammen.
Ein weiterer Diagnostik- und Therapieschwerpunkt unserer Klinik sind Hormonstörungen. Diese können in jedem Lebensalter auftreten, auch als Ursache von Beschwerden des älter werdenden Mannes.
Ziel der urologischen Andrologie ist es hier, spezifische, mit dem Hormonspiegel zusammenhängende Probleme zu erkennen, diese adäquat zu behandeln und so zum körperlichen und seelischen Wohlbefinden der Betroffenen beizutragen.