
Radiochemotherapie: Effektive Kombination für bessere Behandlungserfolge
Seit über 30 Jahren gehört die kombinierte Radiochemo- bzw. Radio-Systemtherapie zu den Therapieoptionen der Klinik.
Hierbei handelt es sich um eine Kombination aus lokal wirkender Strahlentherapie und der im ganzen Körper wirkenden Chemo- oder Immuntherapie.
Die Verbindung der beiden Methoden ermöglicht bei verschiedenen Tumortypen größere Behandlungserfolge. Die definitive oder alleinige Radiochemotherapie bezeichnet eine reine Kombination aus Strahlen- und Chemotherapie, die ohne zusätzlichen operativen Eingriff auskommt.
Diese Therapieoption wird bei Tumoren der Mundhöhle, des Rachens, der Speiseröhre, der Lunge, des Gehirns und des Analbereichs eingesetzt. Dabei wird gezielt sowohl der Tumor selbst behandelt als auch das Risiko einer Ausbreitung reduziert.
Bei sogenannten neoadjuvanten Therapien kommt die Strahlen- oder Strahlen-Chemotherapie vor einer Operation zum Einsatz, um den Tumor zu verkleinern. Adjuvante Therapien hingegen unterstützen nach der Operation, indem sie verbleibende Tumorzellen zerstören und ein Wiederauftreten der Erkrankung verhindern.