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Tumormarker hTG von 27.990 auf 0

Durch eine präzise Diagnostik, multidisziplinäre Therapie und engmaschige Nachsorge gelang eine vollständige Heilung – ein eindrucksvolles Behandlungsergebnis über zehn Jahre nach der Erstdiagnose.

Bei der Patientin wurde 2010 eine untypisch gelegene Schilddrüsenanlage im rechten Eierstock bei einer Eierstockentfernung gefunden und als mutmaßlich gutartig bewertet. Bei einer nachfolgenden Bauchoperation im Jahre 2014 aus anderem Grunde wurden auffällige Knoten im Bauchfell gefunden.

Wir ließen daraufhin die histologischen Präparate durch das Institut für Pathologie des Universitätsklinikums Essen erneut begutachten und es fand sich der Nachweis von Anteilen eines Schilddrüsenkarzinoms im Bauchfell, so dass der bösartige Ursprungstumor im rechten Eierstock gelegen haben muss, entgegen der ursprünglichen Annahme eines gutartigen Tumors im rechten Eierstock.

Es erfolgt eine vollständige Entfernung der regulär gelegenen Schilddrüse ohne Tumornachweis. Eine erste Radiojodtherapie erfolgte auf unserer Therapiestation 2015. Hier fanden sich in der Jod-Ganzkörperszintigraphie viele Jodanreicherungen im Bauchraum, der Tumormarker hTG betrug damals 27990 ng/ml (Bild s.u.).

Nachfolgend erfolgte in der Klinik für Allgemeinchirurgie eine ausgiebige Sanierung der fassbaren Metastasen im Bauchraum. Um auch mikroskopische Reste sicher zu entfernen erfolgte eine zweite Radiojodtherapie Anfang 2016, dabei betrug der Tumormarker hTG nur noch 74,6.

Bei der abschließenden stationären Kontrolluntersuchung Ende 2016 war der Tumormarker mit <0,1 nicht mehr nachweisbar und in der Ganzkörperszintigraphie fanden sich zum Glück keinerlei jodspeichernde Herde mehr (Bild s.u.).

Ich bin Ihnen ewig dankbar, dass Sie so einen guten Behandlungsplan erstellt haben und ich lebe.

Die Patientin kehrte dann in ihre Heimat nach Ungarn zurück, blieb aber mit Professor Dr. Dr. Schäfer in engem Kontakt und wird auch in der Ferne heute noch von ihm in der Nachsorge begleitet.

Bis heute ist der Tumormarker erfreulicherweise negativ geblieben sodass wir über zehn Jahre nach Erstdiagnose von einer vollständigen Heilung der Erkrankung ausgehen dürfen.

Abgebildet sind im Folgenden die Ganzkörperszintigrafien mit dem initialen Nachweis der Bauchfellmetastasen (rot markiert) und dem abschließenden Nachweis der Heilung (grün markiert ist die natürlich Belegung des Dickdarms).

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