
Wir sehen uns als Spezialisten im Verbund.
Drei Fragen an : Prof. Dr. med. Emmanuel Chorianopoulos
Unsere Klinik ist darauf spezialisiert, Menschen mit allen Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems zu behandeln, oft in Situationen, die wirklich kritisch sind.
Wir bieten das gesamte Spektrum der modernen Kardiologie an.
Zusätzlich verfügen wir über eine hochmoderne internistisch-kardiologische Intensivstation mit 13 Betten. Hier können wir das gesamte Spektrum der Intensivmedizin bis zur Herz-Lungen-Maschine anbieten. Im Jahr 2022 wurden wir hierzu als „Cardiac Arrest Centers“ zertifiziert.
In der interventionellen Kardiologie kümmern wir uns vor allem um die Behandlung verengter oder verschlossener Herzkranzgefäße. Mit modernster Technik können wir beispielsweise durch Ballondilatation, Stentimplantation oder andere Verfahren die Durchblutung wiederherstellen.
Ein weiteres wichtiges Feld ist die Elektrophysiologie, bei der es um Diagnostik und Behandlung verschiedener Herzrhythmusstörungen geht. Hier nutzen wir spezielle Untersuchungen, um die Ursache der Störung zu analysieren. Oft können wir durch sogenannte Ablationsverfahren, also das gezielte Veröden von Gewebe, die Rhythmusstörungen dauerhaft beseitigen.
Auch die Herzschrittmacher- und Defibrillator-Therapie spielt bei uns eine große Rolle. Diese Geräte helfen Patienten mit Herzrhythmusstörungen oder Herzschwäche.
In der kardialen Bildgebung arbeiten wir mit hochmodernen Geräten zur Darstellung des Herzens mittels Ultraschall (Echokardiographie), zusammen mit der Abteilung für Radiologie mittels Computertomographie (CT) und Kernspinuntersuchungen (MRT) sowie mit der Abteilung für Nuklearmedizin mit szintigraphischen Verfahren. Diese Verfahren sind nicht-invasiv und helfen uns, ein sehr genaues Bild des Herzen zu bekommen, um die beste Behandlung zu planen.
Auf unserer Intensivstation behandeln wir schließlich schwer kranke Patienten, die eine intensive Überwachung oder eine schnelle Notfallbehandlung brauchen. Besonders bei kardiovaskulären Notfällen ist unsere schnelle und koordinierte Versorgung lebensrettend.
Das Zusammenspiel mit anderen Kliniken ist bei der kardiologischen Behandlung sehr wichtig. Wir sehen uns als Spezialisten im Verbund, weil die Gesundheit des Herzens oft eng mit anderen Organsystemen verknüpft ist. Das merken wir besonders bei unseren älteren Patienten, die häufig mehrere Erkrankungen mitbringen.
Ein gutes Beispiel ist die Herzschwäche, die bei uns zu den häufigsten Diagnosen gehört. Dieses Syndrom betrifft meist nicht nur das Herz, sondern auch andere Organe. Die Ursachen liegen oft in einer Mischung aus Nierenerkrankungen, hohem Blutdruck, mangelnder Durchblutung und einem Rückstau des Blutes. Um diesen komplexen Zusammenhängen gerecht zu werden, arbeiten wir eng mit den verschiedenen Fachabteilungen im Haus zusammen.
Bereits in der Diagnostik setzen wir auf eine multimodale Herangehensweise. Das bedeutet, wir kombinieren verschiedene Methoden, um ein möglichst klares Bild zu bekommen und Befunde aus unterschiedlichen Perspektiven abzusichern.
Unser Ziel ist es immer, dass sich unsere Patienten bei uns medizinisch und menschlich gut aufgehoben fühlen. Gerade bei komplexen Fällen ist die enge Zusammenarbeit im Team und mit anderen Kliniken essenziell – weil wir so sicherstellen können, dass jede Facette der Erkrankung berücksichtigt wird.
Vita
- Prof. Dr. med. Emmanuel Chorianopoulos
- seit 2023
- Chefarzt Klinik für Kardiologie, Elektrophysiologie und internistische Intensivmedizin, Kliniken Maria Hilf, Mönchengladbach
- 2017 – 2023
- Chefarzt Klinik für Kardiologie und Angiologie (standortübergreifend), Klinikum Mittelbaden, Baden-Baden / Rastatt
- 2015
- Außerplanmäßige Professur, Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg
- 2014 – 2017
- Geschäftsführender Oberarzt, Stlv. Leiter der Herzkatheterlabore und des Klappenteams, Leiter der kardiopulmonalen Intensivstation, Universitätsklinik Heidelberg , Innere Medizin III / Kardiologie, Angiologie und Pneumologie (Prof. Dr. med. Hugo Katus)
- 2012
- Venia legendi: „Möglichkeiten und Grenzen der interventionellen Therapie von Herzklappenerkrankungen“, Universität Heidelberg
- 2010 – 2014
- Oberarzt, Universitätsklinik Heidelberg , Innere Medizin III, Kardiologie, Angiologie und Pneumologie (Prof. Dr. med. Hugo Katus)
- 2009 – 2014
- Projektförderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) „Die Rolle der myokardialen Angiogenese bei adaptiver und pathologischer Myokardhypertrophie“
- 2006 – 2010
- Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Universitätsklinik Heidelberg , Innere Medizin III, Kardiologie, Angiologie und Pneumologie (Prof. Dr. med. Hugo Katus)
- 2004 – 2006
- Stipendium der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, Center for Transgene Technology and Gene Therapy, Katholische Universität Leuven, Belgien (Prof. Dr. med. Peter Carmeliet)
- 2001 – 2004
- Arzt im Praktikum/Assistenzarzt, Universitätsklinik Freiburg, Innere Medizin III (Kardiologie und Angiologie) (Prof. Dr. med. Christoph Bode)
- 2000 – 2001
- Stipendium am Max-Planck-Institut für Physiologische und Klinische Forschung, Bad Nauheim (Prof. Dr. med. Dr h.c. Wolfgang Schaper)
- 2000
- Promotion : „Über die Regulation von Endothelin 1 und TGF-ß in proximalen tubulären Epithelzellen“, Doktorvater: Prof. F.J . van der Woude, V. Medizinische Klinik (Nephrologie), Universitätsklinikum Mannheim
- 1993 – 2000
- Studium der Humanmedizin an der Universität Heidelberg