
SEO-Headline zum Cochlea Implantat
Ein Lachen, das Zwitschern der Vögel, die vertraute Stimme eines geliebten Menschen – für uns sind diese Klänge selbstverständlich. Doch für Menschen mit einem Hörverlust sind sie verloren gegangen und zu einer schmerzhaften Erinnerung geworden.
Andere werden taub geboren und haben noch nie etwas hören können. Ein Cochlea-Implantat kann diesen Menschen die Tür in eine Welt voller Geräusche, Klang und Gespräche öffnen.
In unserer Klinik begleiten wir Sie auf diesem Weg: von der ersten Beratung über die präzise Diagnostik bis hin zur Implantation und Nachsorge. Denn gutes Hören bedeutet mehr als nur Schall – es bedeutet Lebensqualität, Nähe und Teilhabe.

Der Schall wird über den Gehörgang (1), das Trommelfell (2) und die Gehörknöchelchen zum Innenohr (3) geleitet. Dort werden die Schwingungen in elektrische Impulse umgewandelt und über den Hörnerven (4) an das Gehirn weitergeleitet.
Ein Cochlea-Implantat (CI) imitiert das, was unser Innenohr leistet: das Umwandeln der Schallwellen in elektrische Impulse.
Hörgeräte funktionieren anders, sie verstärken lediglich den Schall und geraten deswegen bei hochgradig Schwerhörigen an ihre Leistungsgrenze.
Das Cochlea-Implantat besteht aus zwei Hauptkomponenten: einem externen und einem implantierten Teil. Der externe Sprachprozessor, der hinter dem Ohr getragen wird, nimmt Schall auf, verarbeitet ihn und sendet die Signale drahtlos an das Implantat. Der implantierte Teil, der unter der Haut sitzt, besteht aus einer Empfangsspule und einer Elektrode, die in die Hörschnecke (Cochlea) eingeführt wird. Diese Elektrode stimuliert gezielt den Hörnerv, um Höreindrücke zu erzeugen.

Das Cochlea-Implantat besteht aus einem äußeren und einem inneren Teil, dem Implantat. Dies befindet sich unter der Haut und wird bei einer Operation in Vollnarkose eingebracht. Der äußere Teil wird hinter dem Ohr magnetisch vom Implantat gehalten und kann jederzeit abgenommen werden. Hier befindet sich der Sprachprozessor, der die Schallwellen in elektrische Impulse umwandelt und dem Implantat zuleitet.
Vom Implantat geht ein Elektrodenträger aus, der bei der Operation in die Hörschnecke eingeführt wird. Dort befinden sich die Fasern des Hörnerven, die gezielt stimuliert werden.
Vor einer Implantation sind viele Untersuchungen notwendig. Dazu gehören die mikroskopische Untersuchung der Gehörgänge und Trommelfelle sowie verschiedene Hörtests und eine spzielle Form der Kernspintomografie (MRT).
Befunde der Hörgeräteakustiker und deren Anpassberichte werden ebenso einbezogen wie das Austesten von alternativen Versorgungsmöglichkeiten. Unser Audio-Team ist bereits zu Beginn ein fester Bestandteil des Beratungsprozesses, um eine umfassende Beratung einschließlich Impfempfehlungen zu gewährleisten.
Prinzip
Nach einer intensiven Vorbereitungsphase erfolgt die Operation in unserer Klinik. Der Eingriff dauert etwa eine Stunde und wird unter Vollnarkose durchgeführt. Dabei wird der Elektrodenträger vorsichtig in das Innenohr (die Cochlea) eingeführt und das Implantat in eine Vertiefung des Schädelknochens platziert.
Noch während der Operation erfolgt ein erster Systemcheck, am Folgetag wird die Lage der Elektrode per Röntgenaufnahme kontrolliert.
Der stationäre Aufenthalt beträgt in der Regel fünf Tage. Nach der Entlassung wird die Wunde regelmäßig kontrolliert.
Etwa vier Wochen nach der Operation findet die erste Einstellung des Sprachprozessors statt, hier erlernt man den selbständigen Umgang mit dem Implantat.
In den folgenden zwei Jahren werden Kontrollen in etwa monatlichen Abständen vereinbart.
Danach empfehlen wir jährliche Kontrolluntersuchungen, um eine optimale Hörverbesserung sicherzustellen-lebenslang.
Die Anpassung des CI-Prozessors in Kombination mit einer umfassenden Hör-Sprachtherapie bildet die entscheidende Grundlage für den Behandlungserfolg.
Dabei kommen ambulante oder auch stationäre Versorgungsformen zum Tragen, je nach individuellen Bedürfnissen.
Operationsvorbereitung
Der Eingriff erfolgt stationär und wird in Vollnarkose durchgeführt. Daher muss zuvor die Narkosefähigkeit geprüft werden. Hierfür sind einige Standarduntersuchungen erforderlich.
Diese Untersuchungsergebnisse werden einige Tage vor der geplanten OP von den Narkoseärzten gecheckt, um grünes Licht für den Eingriff zu geben.
Gleichzeitig findet durch die HNO-Ärzte ein Operationsaufklärungsgespräch und ein Check der Operationsindikation statt.
Die stationäre Aufnahme erfolgt dann am Tag der Operation.
Operation
Nach dem Hautschnitt hinter dem Ohr wird der Knochen freigelegt und durch den Schädelknochen ein kleiner Zugang zum Innenohr gefräst, in das der Elektrodenträger eingeführt wird.
Das Implantat legt man in die Vertiefung des Schädelknochens, die passgenau mit Hilfe einer Schablone gefräst wurde.
Nach der Hautnaht überprüfen wir sofort das CI, die Daten dieser elektrischen Stimulation sind die Grundlage für die Erstanpassung.
Basistherapie
Sie beginnt am ersten Tag nach der Operation und erstreckt sich über sechs Wochen.
Der stationäre Aufenthalt beträgt in der Regel fünf Tage, täglich finden ärztliche Visiten statt, um eine komplikationslose Wundheilung sicherzustellen.
Eine Entfernung von Nahtmaterial insbesondere bei Kindern ist nach der Operation nicht notwendig, da wir selbstauflösende Nähte benutzen.
Bereits am Entlasstag vereinbart unser Audio-Team den Termin für die Erstanpassung des Audioprozessors, die etwa vier Wochen nach dem Eingriff erfolgt.
Bis dahin erfolgen ärztliche Wundkontrollen.
Eine postoperative Kontrolle durch uns wird nach 3, 6, 12 Monaten in Absprache mit unserer Reha-Einrichtung und anschließend jährlich in der ambulanten CI-Sprechstunde erfolgen.
Folgetherapie
Die Folgetherapie schließt nahtlos an die Zeit der Basistherapie an und erstreckt sich über die ersten 24 postoperativen Monate.
Hierbei soll die optimale Nutzung des CI sichergestellt werden durch audiologische, medizinische, hör- und sprachtherapeutische Maßnahmen.
Nachsorge
Diese Zeit folgt der Basis- und Folgetherapie und stellt eine lebenslange Versorgungsform dar.
Sie ist für die medizinischen, audiologischen, hör- und sprachtherapeutischen sowie technischen Kontrollen und individuellen Beratung vorgesehen.
Hierbei geht es um die Stabilisierung und Optimierung der individuellen Kommunikationsfähigkeit.
Dokumentation
Sämtliche Behandlungsschritte werden in einer individuell angefertigten Patientenakte geführt, zusätzlich geben wir alle erhobenen Daten in einem Implantatregister ein.