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Zwischen Hoffnung und Heilung – ein Blick hinter die Kulissen

Was bedeutet es, schwer erkrankte Menschen zu begleiten? Manchmal geht es um die bestmögliche Therapie, manchmal um den kleinen Unterschied, der den Alltag erträglicher macht.

Ein Tumor. Die gleiche Diagnose, aber zwei völlig unterschiedliche Wege. Herr M., 47 Jahre alt, mitten im Leben stehend, zwei Kinder, ein herausfordernder Beruf. Frau S., 82 Jahre alt, verwitwet, mit einer langen Krankengeschichte. Zwei Patienten, die dasselbe Schicksal teilen – und doch ganz unterschiedliche Bedürfnisse haben.

Der Wunsch nach Normalität

Als Herr M. in die Klinik kommt, ist seine erste Frage nicht nach der Therapie, sondern nach den Chancen, seinen Alltag aufrechtzuerhalten. Er will für seine Familie da sein, möglichst weiterarbeiten. Eine aggressive Therapie mit Aussicht auf Heilung? Ja, aber nur, wenn sie seine Lebensqualität nicht vollständig zerstört. Gemeinsam mit ihm wägen wir alle Optionen ab. Das Ziel: eine maßgeschneiderte Therapie, die ihn nicht nur als Patienten, sondern als Menschen mit all seinen Verpflichtungen sieht.

„Zwei Patienten mit der gleichen Diagnose brauchen nicht dieselbe Therapie. Ihr Umfeld, ihr Gesundheitszustand, ihre Wünsche – all das muss berücksichtigt werden“, sagt Prof. Dr. Ullrich Graeven.

Lebensqualität an erster Stelle

Frau S. hingegen wünscht sich vor allem Zeit – nicht als Prognose, sondern in Qualität. Sie fragt nicht nach Heilung, sondern nach Linderung. „Ich möchte nicht in Krankenhausfluren meine letzten Monate verbringen“, sagt sie. Ihr Weg sieht anders aus: Weniger belastende Behandlungen, eine enge Begleitung, Symptomkontrolle und vor allem eines – Gespräche, die Sicherheit geben.

„Manchmal geht es nicht darum, Leben zu verlängern, sondern darum, die verbleibende Zeit so lebenswert wie möglich zu gestalten“, betont Prof. Dr. Ullrich Graeven.

Jeder Patient ist einzigartig

Beide Patienten eint die Notwendigkeit einer exzellenten medizinischen Betreuung. Doch ihre Therapien könnten unterschiedlicher nicht sein. Dies ist es, was die Arbeit in unserer Klinik ausmacht: Keine Entscheidung ist nur medizinisch, keine Behandlung nur ein Schema. Jeder Patient bringt seine eigene Geschichte mit – und wir hören zu, um gemeinsam den besten Weg zu finden.

Der wichtigste Teil unserer Arbeit ist nicht nur die Behandlung selbst, sondern das Verständnis für den Menschen hinter der Erkrankung.

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